Forumsartikel SP Weinland, Andelfinger Zeitung, Ausgabe Freitag, 22.08.25
Die Sommerferien sind zu Ende und rund 15’800 Schülerinnen und Schüler starten im Kanton Zürich in die erste Klasse. Das Bildungswesen ist permanent in den Medien. Die Bildung kostet die Gemeinden und den Kanton viel Geld, und diese hohen Investitionen in die Bildung sind gerechtfertigt. Bei einer alternden Gesellschaft und Fachkräftemangel ist es unverzichtbar, den Nachwuchs für sämtliche Branchen gut auszubilden. Unsere Gesellschaft hat grossen Umwälzungen entgegenzutreten. In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an Kinder und ihre Eltern immer grösser geworden. Wirtschaftliche Unsicherheit, psychische Erkrankungen, Überforderung im Schulalltag sind anspruchsvolle Themen, die es zu bearbeiten gilt. Denn die Kinder und Jugendlichen werden es sein, welche morgen und übermorgen das Ruder übernehmen und die Zukunft gestalten.
Leider sind die Aussichten, dass unsere Kinder es einmal besser haben als wir, nicht mehr gegeben. Umwelt, Wirtschaft, Konflikte und Überalterung sind nur einige der Themen, welche die kommende Generation herausfordern. Die Schulen tun bereits einiges, um die Kinder auf dem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Viele der Bemühungen fruchten durchaus. Unsere Lernenden sind in der Lage, an internationalen Wettbewerben immer wieder vordere Plätze zu erzielen.
Um Chancengerechtigkeit zu schaffen und zu wahren, ist es notwendig, dass alle einen möglichst gleichberechtigten Zugang zur Bildung bekommen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Elternhaus und ihrem Geschlecht. In den Schulen im Weinland gibt es seit längerem verschiedenste Bestrebungen, dieses Ziel zu erreichen. Eine der wichtigen Stützen für die Schulen ist die Schulsozialarbeit. Sie unterstützt Kinder in schwierigen Situationen, die Kinder haben eine Ansprechperson für Anliegen und Nöte, jemanden, der sie anhört und ihnen Hilfe vermittelt, damit sie wieder konzentriert lernen können. Daneben engagieren sich auch die Lehrkräfte, die Kinder ausserhalb des Lernstoffs beim Heranwachsen zu unterstützen.
Kinder brauchen eine gute Schule mit guter Gemeinschaft, um sich positiv entwickeln zu können. Im Weinland haben wir viele Ressourcen, die dazu beitragen: Sportvereine, Mittagstische und Begegnungsorte. Dennoch ist und bleibt es unsere Aufgabe, allen Kindern und Jugendlichen zuzuhören, die Dinge auch einmal aus ihrer Perspektive zu betrachten und sie in unsere Entscheidungen einzubeziehen. Wir Erwachsenen geben ihnen damit eine Stimme. Es freut mich immer wieder zu hören, dass Kinder Teil des Dorflebens sind und ihre Bedürfnisse auch sichtbar erfüllt werden. Zum Beispiel durch Ferienangebote, Spielplätze und Vereinsstrukturen.
Holger Gurtner, SP Weinland, Gemeinderat Feuerthalen, Ressort Gesellschaft